Wie sammelt man denn Glück im Glas?

Durch meine liebe Christina Winter von Designerseits bin ich auf eine wunderbare Idee gestoßen. Diese habe ich dann auf der Frauenzimmer-Messe in Leer ganz vielen Kunden vorgestellt und die Reaktionen waren grandios. Darum möchte ich euch heute erzählen, was es mit dem „Glück im Glas“ auf sich hat.

Durch viele Coachings habe ich gelernt, dass positives Denken mein Leben gewaltig beeinflussen kann. Leider musste ich aber auch lernen, dass wir für jeden positiven Gedanken neun negative Gedanken präsentiert bekommen. Vor allem bei uns Frauen funktioniert das wunderbar. Kleines Beispiel: Ich schaue in den Spiegel und finde mich richtig hübsch. Super, so könnte man das ja auch mal stehen lassen. Aber nein! Jetzt schaue ich genauer hin: Schon wieder mehr graue Haare, sind die Falten noch tiefer geworden? Wie sehen denn meine Hüften in dem Kleid aus und überhaupt ….? Ihr kennt das sicher?! Dann kommt der Frust und wir fangen an zu essen oder gehen shoppen. Bei mir war es sehr lange das Shoppen. Egal ob neue Deko oder eine neue Hose, eine Tasche oder Schmuck. Selbst wenn ich mir einen lang ersehnten Wunsch erfüllt hatte. Das Glücksgefühl hielt nicht lange an. Schneller als mir lieb war, wolle ich etwas anderes haben. Und so entstand mein Massenkonsum. Die Schränke oder man könnte auch sagen – das Haus – war vollgestopft mit allem möglichen Kram. Nur glücklich und zufrieden war ich nicht. Als ich dann vor über einem Jahr umziehen musste, kam das böse Erwachen. Es war unglaublich, was sich über die Jahre in den Schränken, auf dem Dachboden und in der Garage angesammelt hatte. Wenn man die Berge an unnützen Sachen sah und dann mal grob überschlagen hatte, was da für Geld bei drauf gegangen ist, wurde mir schlecht. Das wollte ich nicht mehr. Es war weder gut für mich noch für die Umwelt. Denn alles musste ja aus bestimmten Rohstoffen produziert werden, es musst in die Geschäfte transportiert werden und dann hab ich es gefunden, bezahlt und in die Ecke gestellt. Verantwortungsloser konnte ich nicht sein. Klar habe ich an den Sachen auch Freude gehabt und zumindest das meiste davon benutzt. Aber sind wir ehrlich. Mit der Hälfte davon hätte ich auch überlebt!

Also sammle ich jetzt keine Gegenstände und Klamotten mehr sondern mein Glück. Seit über einem Jahr führe ich mein Glückstagebuch. Dort notiere ich alles, was mich an dem Tag glücklich gemacht hat. Genau so funktioniert das mit dem Glück im Glas. Ich notiere auf dem Zettel das Datum und was an dem Tag besonders gut war. Sei es der wunderschöne Mond, die aufgehende Sonne, ein langer Spaziergang, ein Kompliment, ein lustiges Gespräch ….. Egal, es passiert so viel Gutes jeden Tag. Wir vergessen es nur immer wieder. Leider bleiben die Sachen hängen, die nicht funktioniert haben, wo wir uns drüber geärgert haben. Ich gebe zu, man muss es üben. Aber ganz schnell ändert sich etwas. Erst ist es noch anstrengend, sich an die positiven Dinge zu erinnern. Aber von Tag zu Tag wird es besser und an manchen Tagen reicht der kleine Zettel gar nicht mehr. Habe ich dann mal einen Tag, zu dem mir nichts Positives einfällt, lese ich einfach ein paar Zettel aus dem Glas. Schon geht es mir besser und ich erinnere mich bzw. werde wieder aufmerksamer. An Silvester oder am Neujahrstag leere ich dann das ganze Glas und lese mir die Zettel noch einmal durch. Dann wird mir wieder bewusst, wie glücklich ich doch bin und was für ein positives Jahr ich hatte.

Somit ändere ich also nicht nur meine Lebenseinstellung und meine Aufmerksamkeit sondern auch mein Kaufverhalten. Ich habe nicht mehr den Drang, jeden Kram kaufen zu müssen. Ich brauche diese Frustkäufe nicht mehr. Positiver Nebeneffekt: Meine Wohnung bleibt schön aufgeräumt, mein Schrank ist übersichtlich und ich habe genug Geld für wirklich wichtige Produkte, die dann einen besonderen Wert für mich haben und die ich tatsächlich zu schätzen weiß. Somit kaufe ich bewusst gute Produkte, die mir und meiner Umwelt gut tun. Die nachhaltig produziert werden und  wo niemand leiden muss, damit ich sie haben kann.

Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr es einfach mal probiert. Vielleicht verblüfft euch diese einfache Idee genau so sehr wie mich.

In diesem Sinne – LG aus dem Manufakturenladen von Eurer Vicki Janssen

https://www.designerseits.de/

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