Komm mir nicht mehr damit!

Ja, wenn man sich verändert, ändert sich alles. Sogar der Tagesablauf. Viele Dinge lässt man bewusst zurück und möchte sie auch nicht mehr zurück haben. Ich selbst habe für mich ganz neue Werte, Rituale und Standards entwickelt. Wozu das gut sein soll? Weil es mich glücklicher macht und ich meine Ziele leichter erreiche.

Doch was bedeutet das im einzelnen? Wenn du ein Ziel erreichen möchtest, musst du dich fokusieren. Alles, was dich näher an dein Ziel bringt, dich darin unterstützt, darf bleiben. Alles andere, was dich nur ablenkt oder ausbremst, kommt weg.

Wir alle kennen den Spruch: „Sorry, aber dafür habe ich nun wirklich keine Zeit.“ Ist das so? Sei ehrlich! Ist doch nur eine Ausrede. Du hättest Zeit, wenn es dir wichtig wäre. So einfach ist das. Wenn du für etwas brennst, etwas unbedingt willst, dann kannst du Berge versetzen. Nichts und niemand kann dich stoppen. Wenn wir aber nur halbherzig an eine Sache rangehen, sind wir für jede Ablenkung dankbar. Also streiche ein paar alte Gewohnheiten aus deinem Leben bzw. strukturiere dich neu.

Ein Beispiel in meinem Buch „Erst die Pflicht und dann die Kür“ beschreibt das Thema Nachrichten. Ähnlich ist es mit Serien und Co. Wir gewöhnen uns so schnell an, zu einem bestimmten Zeitpunkt Nachrichten zu schauen, Zeitung zu lesen, Social Media Kanäle durchzuscrollen usw. Das frisst Zeit und bringt uns nicht weiter. Noch schlimmer, es raubt unsere gute Laune, unsere positive Lebenseinstellung. Wie soll man denn glücklich leben, wenn jeden Tag Berichte über Mord, Kriege und andere Katastrophen gezeigt werden? Natürlich sind diese Sachen schlimm und wir dürfen nicht die Augen davor verschließen. Jedoch lohnt es sich heute mehr denn je, den Wahrheitsgehalt hinter den News oder Berichten zu erforschen und sich immer wieder bewusst zu machen, inwiefern es für mich relevant ist. Ein Busunglück in Stuttgart betrifft mich nur dann, wenn ich in dem Bus sitze oder ein Mensch, den ich kenne, ich der Busunternehmer bin oder ich Augenzeuge werde. Sonst ist es einfach nicht relevant für mich, so schlimm es auch ist. Also bitte filtert eure Nachrichtenkanäle.

Etwas schwieriger ist es mit bestimmten Menschen. Kennt ihr sie? Die ewigen Meckerfritzen, Nörgler, Pessimisten? Alles ist ja so schlimm und du schaffst das schon mal gar nicht. Was glaubst du denn, wer du bist. Hast du das schon mal gehört? Ich öfter und es hat mich gewaltig gebremst. In einem negativen Umfeld kann man wachsen. Selbst die Blumen brauchen Sonne, Wärme und gute Luft. Genau wie wir. Also meide diese Menschen so oft wie möglich oder lasse sie ganz zurück. Es wird sich lohnen, glaube mir!

Eure Vicki Janssen

Meine Lieblingsausreden

Hast du auch so eine Liste? Also eine Liste, um für jede Gelegenheit eine schöne Ausrede parat zu haben? Was sind deine Lieblingsausreden?

Ich habe keine Zeit, sorry!

Ich bin zu alt für sowas!

Wenn meine Kinder größer sind, dann könnte ich ….

Tja, wenn ich hübscher wäre oder schlanker ….

Ich kann keinen Sport machen, ich hab Rücken!

Wenn das nicht so lecker wäre, würde ich ja weniger essen.

Ich kann heute nicht länger bleiben, hab noch einen Termin.

Ich kann das nicht, ich bin nicht gut genug!

Warum haben wir für alles eine Ausrede parat? Wo kommt das her? Warum sagen wir nicht einfach die Wahrheit? Um andere nicht zu verletzen oder um uns selbst zu schützen? Ich glaub, die Antwort ist nicht so einfach. Denn die meisten Ausreden hängen mit unseren limitierenden Glaubenssätzen zusammen. Diese entstehen meist schon in unserer Kindheit. Durch völlig unbedachte Äußerungen von unseren Eltern, Familie, Freunde, das gesamte Umfeld. Dann erfahren wir im Laufe des Lebens, dass wir immer wieder in diesen Glaubenssätzen bestätigt werden und zack, hat sich das so richtig tief in uns verankert. Tja, dann kannste wohl nichts machen. Ist das so? Müssen wir damit leben?

NEIN, Glaubenssätze können und dürfen wir auflösen. Es funktioniert. Mein schlimmster Glaubenssatz, der mich tatsächlich lange in meiner Komfortzone gehalten hat, war: „Ich kann das eh nicht, ich bin nicht gut genug!“ Autsch, das saß richtig tief. Immer wieder diese Zweifel, diese Angst, es nicht zu schaffen. Natürlich habe ich mich selbst immer wieder darin bestätigt. Ganz einfach, in dem ich mir Ziele gesetzt habe, die ich gar nicht erreichen wollte. Lese dazu gern meinen Blog vom 06.01.2020. Aber ich durfte lernen. Schritt für Schritt habe ich diesen Glaubenssatz verabschiedet. Ich lasse keine Ausreden mehr zu. Ich würde damit nur mir selbst schaden. Wenn sich alles in mir gegen eine Sache sträubt, dann hinterfrage ich, warum das so ist. Was ist los? Warum möchte ich das nicht? Wie kann ich das verändern? Es ist unfassbar, wie ich alleine dadurch gewachsen bin. Ich entdecke immer neue Fähigkeiten, von denen ich nicht mal zu träumen gewagt hätte. Einfach weil ich es zulassen darf, weil ich es probiere und nicht von vorn herein mich selbst mit meinen Ausreden blockiere. Probiert es mal! Mehr zu diesem Thema findet ihr in meinem Buch „Erst die Pflicht und dann die Kür“

Eure Vicki Janssen

Wie ich meine Ziele erreiche

Die erst Januarwoche liegt bereits hinter uns und der ein oder andere Vorsatz ist sicher schon in Vergessenheit geraten. Meist starten wir hoch motiviert in das neue Jahr. Alles soll anders werden. Schlanker, fitter, gesünder essen, endlich aufhören zu rauchen, weniger Alkohol usw. Wer kennt es nicht?! Dann gibt es aber auch diejenigen, die sich rein gar nichts mehr vornehmen. Wozu auch? Hält man ja eh nicht durch. Außerdem ist es ja ganz schön in der Komfortzone.

Nun verweile ich ja bereits seit 45 Jahre auf diesem Planeten und ich darf bestätigen, dass ich beide Phasen durchlaufen habe. Hochmotiviert mit einer Sache gestartet und natürlich komplett gescheitert aber auch gar nichts vorgenommen und trotzdem nicht glücklicher geworden oder besser gefühlt.

Was also tun? Mir keine Ziele zu setzen, liegt mir nicht. Ich bin voller Tatendrang, habe Wünsche und somit auch Pläne, wie ich meine Ziele erreichen werde. Dafür bin ich sehr dankbar! Denn in der Tat scheint es Menschen zu geben, die mit 30 Jahren sterben jedoch erst mit 80 beerdigt werden. Was will ich damit sagen? Es gibt Menschen, die gehen zur Schule, Ausbildung, Hochzeit, Kinder, eventuell noch der Hausbau und das war es dann auch. Alle Lebensziele erreicht. Gut, das ist ja auch das, was die Gesellschaft erwartet. So hat das zu sein. Basta! Aber soll das wirklich alles sein? Gibt es da nicht so viel mehr? Die Kinder sind irgendwann erwachsen und gehen ihren eigenen Weg. Spätestens dann wird einigen klar, dass sie eine neue Aufgabe brauchen. Einen neuen Sinn im Leben.  

Sich Ziele zu setzen und diese dann zu erreichen, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Es bestätigt uns darin, welch hohes Potential in uns steckt. Was wir wirklich können. Schon allein für diese Erfahrung lohnt es sich. Doch zu recht wirst du jetzt sagten: „Ja, ich wollte ja mehr Sport machen, aber ….“ Darum möchte ich dir einen Tipp aus meinem Buch „Erst die Pflicht und dann die Kür“ verraten. Setze dir realistische Ziele. Aufgaben, die zu dir und deinem Leben passen. Ich selbst war noch die die größte Sportskanone. Eher das Gegenteil. Trotzdem möchte ich fit bleiben. Zum einen, weil es für meine Gesundheit unumgänglich ist, weil ich gern esse und so halbwegs in Form bleiben will. Was passt also zu mir? Fahrradfahren schon mal nicht. Das ist nichts für mich. Basta. Also macht es überhaupt keinen Sinn ein teures Fahrrad zu kaufen und mir vorzunehmen, täglich mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Die Ausredenliste liest sich dann wie folgt: Es regnet ja. Ich bin spät dran. Ich muss danach noch einkaufen. Mein Licht ist kaputt. Ich habe einen Platten. Machen wir uns nichts vor – im Grunde habe ich einfach keine Lust. Es macht mir keinen Spaß. Also halte ich es nicht durch. Was mir jedoch liegt, ist das Walken. Es macht mir nichts aus, 10-20 km stramm zu laufen. Dabei kann ich wunderbar abschalten, genieße die Natur, lasse meinen Blick schweifen und komme erschöpft aber glücklich wieder zuhause an. Das liegt mir, das macht mir Spaß und dann hält mich kein Regen zurück, keine Dunkelheit oder was auch immer.

Darum mein Tipp an dich: Setze dir Ziele, die dir guttun. Probiere Dinge aus. Wenn es dir keinen Spaß macht, lass es. Du wirst es nicht lange machen und damit bestätigst du nur deine eigene Erwartung. Jedoch hast du so die Chance Neues kennenzulernen, dein Potential zu entfalten und wer weiß, wo dich das hinführen kann. Denke nicht lange nach, sei ehrlich zu dir selbst und tu das, was sich richtig anfühlt. Dann erreichst du auch deine Ziele. Glaub mir!

Eure Vicki Janssen

Erst die Pflicht und dann die Kür – Mein 1. Buch

Es ist so verrückt. Ich habe es tatsächlich getan. Am 02.12.2019 erscheint mein 1. Buch ganz offiziell im Buchhandel. Doch worum geht es in diesem Buch?

Es ist ein Ratgeber, ein Leitfaden, wie auch du den Weg in ein Leben voller Zufriedenheit finden darfst. Ich beschreibe zuerst meinen bisherigen Werdegang und was mir auf meinem Weg in ein zufriedenes Leben geholfen hat. Es ist ein Weg über 4 Jahre. Hätte es ein Buch wie dieses gegeben oder besser, hätte ich es gefunden, hätte ich sicher eine Abkürzung nehmen dürfen. Trotzdem bereue ich nichts, auch wenn es nicht immer ein Zuckerschlecken war. Ohne all diese Erfahrungen wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Und darauf bin ich mächtig stolz.

Kannst du dieses Buch einfach durchlesen und alles wird gut? NEIN! Ok, natürlich kannst du es einfach nur lesen und dabei öfter auch mal lachen. Aber das verändert rein gar nichts. Ja, es geht um Veränderungen. Dieses böse, böse Wort. Hörst du schon wieder deinen inneren Schweinehund aufheulen?

Das Jahr neigt sich dem Ende und jetzt mal ganz ehrlich. Welche Vorsätze hast du tatsächlich umgesetzt, welche Ziele erreicht? Oder soll doch lieber das Jahr 2020 dein Jahr werden? Soll dann endlich alles besser werden? Willst du dann endlich mal dein Stück vom Kuchen abbekommen?

Dann tu etwas dafür. Es klingelt keiner an deiner Tür und übergibt dir dein perfektes Leben. Denn woher soll ein anderer wissen, wie dein perfektes Leben aussieht? Das kannst nur du ganz alleine.

Ich möchte dir mit meinem Buch Wege zeigen, Impulse setzen und Fragen stellen, die dir helfen können die Antworten auf deine Lebensfragen zu finden. Hast du den Mut dazu? Darf es einfach mal einfach sein? Dann würde ich mich freuen, wenn du dir mein Buch als Taschenbuch oder eBook noch heute bestellst. Denn es wird Zeit, es geht um deine Lebenszeit!

Wenn du mehr wissen möchtest, heiße ich dich in meiner Facebookgruppe willkommen. Hier tauschen wir uns aus und gehen gemeinsam den Weg in ein zufriedenes und glückliches Leben.

Einleitung

Eigentlich hatte ich alles. Ich hätte glücklich sein müssen. Verheiratet, einen wunderbaren Sohn, Eigenheim mit Garten, Familienhund, eine gute Anstellung, Gesundheit, Freunde. Trotzdem hatte ich das Gefühl nur zu funktionieren. Mir fehlte der Sinn meines Lebens. Ich fühlte mich fremdbestimmt, gefangen im Hamsterrad. Sollte das alles gewesen sein?

In diesem Buch beschreibe ich meine Entwicklung über mehrere Jahre. Achtsamkeit, Minimalismus und somit ein völlig neues Mindset eröffnete mir private und berufliche Möglichkeiten, von denen ich nicht mal zu träumen wagte. New Work ist für mich die Arbeitswelt von morgen. Ein wirklich spannendes Gebiet. Die Veränderungen in der neuen Arbeitswelt sind längst da. Aber nur wenige Menschen sind darauf wirklich vorbereitet

Wenn du in Zukunft glücklich leben und erfolgreich arbeiten möchtest, kann dir dieses Buch Möglichkeiten zeigen. Es wird dir helfen, die richtigen Fragen zu stellen, und die passenden Antworten zu finden.

Ich wünsche euch eine erkenntnisreiche Zeit.

LG aus dem Manufakturenladen von eurer Vicki

Silberborner Pestowerkstatt – das geilste Pesto vom Dorf

Na das ist doch mal eine Aussage. Als ich gefragt wurde, ob ich das Pesto mal kennenlernen möchte, war ich natürlich dabei. Pesto kennt man und ich kenne auch die gewaltigen Unterschiede zwischen einem selbstgemachten Pesto und dem Zeugs, was uns die Industrie als Pesto verkaufen möchte. Also wählte ich aus den vielen Sorten ein paar aus und futterte mich durch.

Doch erst einmal zu den Machern. Hinter der Silberborner Pestowerkstatt steht Moritz Macke aus Silberborn im Naturpark Solling-Vogler, einem Ortsteil der Stadt Holzminden. Aufgewachsen in einem Hotel, entwickelte er ein gutes Gespür für leckeres Essen. So entstand aus einer „Schnapsidee“, nämlich dem Hungergefühl nach einer Party, die Silberborner Pestowerkstatt. Alles fing mit Tomaten Pesto an und rasch kamen neue Sorten hinzu. Im Mittelpunkt steht jedoch immer die Natürlichkeit. Keine Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe. Alle Zutaten kommen nach Möglichkeit aus der Region. Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit werden groß geschrieben und gelebt.

Doch was kann man mit dem Pesto alles machen? In erster Linie kann man es einfach auf´s Brot schmieren oder zu Nudeln, Reis und Gegrilltem servieren. Aber da geht noch viel mehr! Wie wäre es mit selbst gemachten Tortellini? Nudelteig herstellen, dünn ausrollen, Kreise ausstechen und mit Tomaten Pesto Diavolo füllen, falten, kurz in kochendem Wasser garen. Lecker!

Da ich von dem Geschmack und der Qualität überzeugt bin, haben es folgende Sorten in den Manufakturenladen geschafft: Tomaten Pesto „India“, Tomaten Pesto „Diavolo“, Tomaten Pesto „Orange-Ingwer“ und die Senfknobi-Creme.

Ich wünsche euch einen guten Appetit!

Eure Vicki aus dem Manufakturenladen

Silberborner Pestowerkstatt

Böres Grünkernsuppe

Neulich bekam ich auf Instagram eine Anfrage, ob ich nicht mal die Grünkernsuppe probieren und ggf. mit in den Manufakturenladen aufnehmen möchte. Hmmmm, Grünkernbratlinge kenne ich wohl aber als Suppe war mir das neu. Also habe mich mir den Hersteller näher angeschaut und ein Testpaket bestellt.

Was soll ich sagen? Es war eine sehr gute Entscheidung.

Die Suppe, oder sollte ich besser sagen, das Pulver mit getrocknetem Gemüse und Kräutern, kommt in einem kleinen Glas. Da sind gerade mal 140g Trockenmasse drin. An dem Anhänger steht, dass ich die Menge in 1,5 Liter kaltes Wasser einrühren soll, dann aufkochen und ca. 15 Minuten unter gelegentlichem rühren, kochen soll. Ich gebe es zu, ich konnte es nicht glauben und habe erst mal mit einem Liter Wasser angefangen. Ich mag Suppen gern sämig und Wasser nachfüllen kann ich ja immer noch. Und das tat ich dann auch. Denn bereits nach dem aufkochen quoll der gemahlen Grünkern gewaltig auf. Ein wunderbarer Duft verteilte sich in meiner Küche und im Nu war ein warmer Suppentopf zum Verzehr bereit. Also nachdem ich noch die restlichen 500ml Wasser dazugegeben hatte. Tatsächlich ist die Menge ausreichend für eine 4köpfige Familie. Die Suppe schmeckt wunderbar würzig und sättigt super.

Doch wer ist denn nun der Macher? Christian Böres betreibt in Boxberg-Angeltürn einen landwirtschaftlichen Betrieb mit dem Schwerpunkt der Getreideproduktion. Hauptsächlich wird Dinkel angebaut. Das ausgewogene Verhältnis zwischen Ökologie und Ökonomie und somit die hohe Qualität der Produkte, liegen Herrn Böres am Herzen. Grünkern wird darum in einem hochwertigen Darr-Verfahren im Zentralrohrtrockner in Verbindung mit dem typischen, traditionellen Hartholzfeuer, getrocknet. Angebaut und verarbeitet wird ausschließlich die uralte Sorte „Bauländer Spelz“.

Doch was ist Grünkern genau? Grünkern nennt man auch den „Badischen Reis“. Es ist das Korn des Dinkels, welches halbreif geerntet wird. In Fachkreisen sagt man, es hat dann die sogenannte „Teigreife“ mit einer Kornfeuchte von ca. 50%. Grünkern war lange Zeit unmodern. Dabei ist Grünkern so gesund wie kaum ein anders Getreide. Dazu schmeckt es leicht nussig/rauchig, ist besonders nahrhaft und wird umweltfreundlich angebaut, da er weitestgehend ohne Pflanzenschutzmittel auskommt. Grünkern darf in der Tat als Nervennahrung bezeichnet werden. Es weist einen hohen Gehalt an Vitaminen der B-Gruppe aus, ist reich an Magnesium und Phosphor und gerade für Vegetarier und Veganer ist der hohe Eiweißanteil sowie mit rund 4 Milligramm der hohe Eisengehalt, wertvoll. (Quelle: Eatsmarter)

Somit hat es die Grünkernsuppe in den Manufakturenladen geschafft. Ab sofort könnt ihr euch selbst überzeugen. In 15 Minuten steht eine leckere, nahrhafte Suppe auf dem Tisch. Ganz ohne Schnippeln.

Ich wünsche euch einen guten Appetit!

Eure Vicki aus dem Manufakturenladen

Grünkernsuppe

Mikroplastik im Fleur de Sel

Zum Thema Mikroplastik, was in der Tat ein großes Umweltproblem ist, sowie zu Schwermetallen oder Öl, möchte ich euch heute eine Stellungnahme von Sel la Vie persönlich übermitteln.

Die Salinen von Guérande sind sehr alt. Sie sind vor über 1200 Jahren angelegt worden und entsprechen in keiner Weise herkömmlichen Salinenanlagen.
Bei herkömmlichen Salinenanlagen wird Meerwasser in große Lehm- oder Betonbecken gepumpt. Dann wartet man, bis das Wasser verdunstet ist und sammelt das zurückbleibende Salz ein. Hierbei findet kein Filterprozess des Meerwassers statt, so dass man natürlich im Salz Rückstände von Verschmutzung findet.

Allerdings findet bei der Salzernte in Guerande ein 4-facher Filterprozess statt. Auf unserer Website www.sellavie.eu kannst du dich bereits über den Ernteprozess informieren.

Zuerst wird das Meerwasser vom Atlantik in die Bucht von Guerande über eine Meerenge geleitet. Die Gezeiten spülen das Meerwasser über die Sedimentschicht der Bucht (diese besteht aus Sand, Lehm und Geröll). Dies ist die erste Filterstufe.
Aus dieser Bucht führen Kanäle ins Landesinnere, die sog. etiérs. Diese leiten das Meerwasser weiter in die Salinenlandschaft und hier steuern ebenfalls die Gezeiten den Wasserstrom. Während das Wasser durch die Kanäle strömt, wird es wiederum durch das Sediment gefiltert.
Von dieser zweiten Filterstufe aus, gelangt das Wasser in große Auffangbecken. Hier kann das Wasser „ruhen“, so dass Schwebstoffe zu Boden sinken können. Außerdem wachsen in den großen Vorbecken Wasserpflanzen und hier leben auch viele Muscheln und andere Meerestiere, die das Wasser zum dritten Mal filtern.

Erst aus diesen Vorbecken wird das 3-fach gefilterte Wasser kontrolliert durch kleine Schleusen in die Salinen geleitet.
Die Salinen selber bestehen ebenfalls aus einer Vielzahl verschiedenster Becken, die noch einmal der Filterung und der Erhöhung des Salzgehalts im verbliebenen Wasser (durch Verdunstung) dienen. Der tiefste Punkt einer Saline stellen die sog. „ojes“ dar. Hier sammelt sich das (mittlerweile sehr salzhaltige) Wasser und hier entsteht als schwimmende Schicht dann unser Fleur de Sel.

Durch diese 4 Filterstufen erreicht man einen Reinheitsgehalt zwischen 98-99%. Wie oben bereits erwähnt, kann man nie zu 100% ausschließen, das nicht doch etwas Verschmutzung im Salz enthalten ist.

Übrigens wird das Meersalz aus Guérande auch regelmäßigen Test unterzogen. Sowohl das „Terre de Sel“ – die große Genossenschaft in Guérande, sowie das französische Agrarministerium überprüfen regelmäßig die Salz- und Wasserqualität der Salinen. Sollten hier Auffälligkeiten registriert werden, werden sofort alle Paludiers (Salzbauern) und die verarbeitenden Betriebe informiert.

Fish´n´Ships
Fleur de Sel

Neu im Shop

Die Grillsaison neigt sich dem Ende entgegen und die neue Ernte der Bauern ist soweit verarbeitet. Für den Manufakturenladen heißt das auf Reisen gehen, und neue Produkte für den Shop entdecken.

Die ersten Sachen sind sogar schon bestellbar.

Aufgestockt habe ich die Sirup-Sorten von Hof Bockhop. Jetzt habt ihr die Qual der Wahl. Wie wäre es denn mal mit Mirabelle-Tonkabohne oder Birne-Ingwer?

Ebenfalls vergrößert habe ich das Kosmetiksortiment von Lüttje Seep. Shampoo, Spülung und die Deocreme finden reisenden Absatz. Die Qualität überzeugt. Keine Mikroplastik, keine unnötigen Zusatzstoffe aber jede Menge Pflege und Schutz für Haut und Haar.

Da einige von euch auch im Winter grillen, haben wir gern noch ein paar neue Sorten von Black BBQ aufgenommen. Die Saucen überzeugen auf ganzer Linie und Mango-Tango bzw. Blueberry pimpen euren Herbstsalat mal so richtig auf.

Schaut einfach mal wieder vorbei und überzeugt euch selbst 🙂

Viele Spaß beim Stöbern und eine genussvolle Herbstzeit wünscht euch Vicki aus dem Manufakturenladen

Selber mal ein Bier brauen

Bier brauen ist mein persönliches Hobby. Nie war es einfacher, als heute. Man kauft sich ein Brauset und los geht´s. Sorte auswählen, Menge festlegen und ab in die Küche. Inzwischen habe ich sogar schon meine eigenen Rezepte probiert. Trotzdem ist es kein Kinderspiel. Räumen wir mal gleich mit ein paar Mythen auf!

Zuerst musst du deine Bierbrauaktion beim Zoll anmelden. Bier enthält Alkohol. Aber die gute Nachricht ist, bis 200 Liter ist es steuerfrei 🙂

Dann hast du keine Geling-Garantie. In der Tat ist es sehr wichtig, sich an die einzelnen Schritte zu halten und unter sterilen Bedingungen zu arbeiten. Dann hast du Wartezeiten – sehr lange Wartezeiten. Also morgens Bier brauen und abends genießen klappt nicht.

Doch welche Schritte muss man denn nun einhalten? Hier mal eine kurze Übersicht:

Schritt 1: Das Einmaischen

Wasser auf 70°C erwärmen und das Malz hinzugeben, gut rühren, damit keine Klümpchen entstehen

Schritt 2: Rasten

Nach dem Einmaischen sollte die Temperatur auf 66/67 °C fallen. Sollte die Temperatur niedriger sein, dann heize etwas nach. Sollte sie wesentlich höher sein, dann führe etwas kaltes Wasser zu. Versuche so die gewünschte Temperatur genau zu treffen und halte Sie 90 Minuten. Dabei regelmäßig rühren, insbesondere wenn zum Halten der Temperatur nachgeheizt wird.

Schritt 3: Aufheizen

Wenn die Rast 90 Minuten gehalten wurde, muss die Maische auf 76 °C aufgeheizt werden. Weiterhin gut rühren und parallel den Läuterbottich vorbereiten.

Schritt 4: Läuterruhe

Die Maische muss nun aus dem Einkocher in den Läuterbottich. Achte darauf, dass der Hahn am Bottich zu ist und das Läuterblech (o.Ä.) eingelegt ist. Am besten kannst du die Maische mit einem Messbecher vorsichtig umschütten. Wenn die Maische vollständig im Läuterbottich ist, machst du 20 Minuten Pause. In dieser Zeit kannst du den Einkocher reinigen. Diese Ruhepause nennt man Läuterruhe. In dieser Phase setzt sich der Treber ab und bildet einen für das Läutern wichtigen Filter.

Schritt 5: Vorlauf

Öffne nun vorsichtig den Hahn und lasse diesen sogenannten „Vorlauf“ in deinen Messbecher laufen. Die ersten Liter werden sehr trüb sein und ggf. auch noch Malzstücke beinhalten. Schütte die aufgefangene Flüssigkeit vorsichtig immer wieder zurück in den Läuterbottich auf den Treber. Schau dir die Würze, die nach ca. 3-5 Litern aus dem Hahn läuft genau an. Mit jedem Liter sollte die Würze klarer werden.

Schritt 6: Abläutern

Am besten positionierst du Läuterbottich und Einkocher nun so, dass die Würze aus dem Läuterbottich über Schwerkraft direkt in den sauberen Einkocher fliessen kann. Ggf. ist dabei ein kurzer Silikonschlauch eine Hilfe. Falls dies rein räumlich nicht möglich ist, kannst du die aufgefangene Würze auch wieder mit dem Messbecher in den Einkocher transferieren.

Schritt 7: Nachgüsse

Achte auf deinen Treber! Wenn möglich sollte immer eine Schicht Wasser über dem Treber liegen, da er sonst anfängt sich zusammen zu ziehen. Dafür gibst du Nachgüsse mit 76-78 °C warmen Wasser langsam und vorsichtig auf den Treber. Am besten nutzt du dafür wieder einen Sieblöffel, so dass die Flüssigkeit nicht direkt auf den Treber prasselt und ihn so unnötig aufwühlt. Trage die Nachgüsse so lange auf, bis dein Einkocher fast voll ist.

Schritt 8: Würzekochen

Fülle den Einkocher nicht komplett mit Würze! Am besten lässt du ca. 5-6 Zentimeter Rand. Der Einkocher sollte nun sicher und stabil stehen. Je nach Räumlichkeit sollte ein Fenster oder eine Dunstabzugshaube in der Nähe sein, denn das Kochen führt doch zu einer Geruchsentwicklung. Schalte den Einkocher auf die höchste Stufe. Bis die Würze richtig kocht, wird es einige Zeit dauern. In dieser Phase sollte der Einkocher nicht unbeaufsichtigt sein!

Schritt 9: Erste Messung

Fülle ein schmales hohes Glas (oder einen Spindelzylinder), das hoch genug ist für deine Spindel mit Würze aus dem Einkocher, damit du eine erste Messung der Stammwürze durchführen kann. Die Würze sollte dafür Zimmertemperatur haben und ist daher direkt aus dem Einkocher zu warm. Indem du das Glas in einen Topf mit kaltem Wasser stellst, kannst du die Würze abkühlen. Im Anschluss kannst du die Würze mit deiner Spindel messen. Die Spindel sollte dir bestenfalls einen Wert zwischen 10° und 12° Plato anzeigen. Notiere den Wert in der Messtabelle (Download). Nach dem Messen kannst du die Würze wieder in den Einkocher schütten, da weiter gekocht wird und so keine Infektion erfolgen kann.

Schritt 10: Erste Hopfengabe

Für die erste Hopfengabe muss die Würze wallend Kochen, wie ein Kochtopf, bevor du Nudeln hinein gibst. Mit einer Küchenwaage wiegst du nun die genaue Menge deines Aromahopfens ab. Die notwendige Menge für die erste Gabe erfährst du über die Hopfentabelle (Download). Gib den Hopfen vorsichtig und am besten nicht in einem Wurf in die kochende Würze. Bei einer zu schnellen Gabe, kann die Würze leicht überkochen. Von nun an muss die Würze bis zur zweiten Hopfengabe 90 Minuten weiter wallend kochen. Der Deckel sollte während des Hopfenkochens nicht auf dem Einkocher liegen.

Schritt 11: Zweite Hopfengabe

Nachdem die Würze 90 Minuten gekocht hat, erfolgt die zweite Gabe mit Aromahopfen. Die notwendige Menge für die zweite Gabe deiner Hopfensorte kannst du wieder in der Hopfentabelle (Download) ablesen. Im Anschluss gibst du den Hopfen wieder vorsichtig in die kochende Würze. Diese zweite Hopfengabe wird für das Aroma deines Bieres sorgen. Kurz nach der Hopfengabe schaltest du den Einkocher vollständig aus und trennst ggf. auch das Kabel von der Steckdose.

Schritt 12: Whirlpool

Wenn sich die thermische Bewegung der Würze gelegt hat, nimmst du einen großen Kochlöffel oder einen ähnlichen Gegenstand zur Hand. Durch gleichmässiges und vorsichtiges Rühren in eine Richtung erzeugst du im Einkocher ein Art Strudel, den „Whirlpool“. Die Würze sollte vollständig in Bewegung sein und sich quasi im Kreis drehen. Ähnlich der Läuterruhe legst du nun eine Pause von 20 Minuten ein und lässt den Whirlpool mit geschlossenem Deckel in Ruhe seine Runden drehen.

Schritt 13: Messung der Stammwürze

Bevor du die Würze aus dem Einkocher in den Gäreimer laufen lässt, befüllst du dein Messglas für die Spindel wieder vollständig mit Würze. Stell das Glas einfach zum Abkühlen zur Seite. Die Messung kannst du später durchführen, nachdem dein Bier im Gärfass ist. Die entnommene Flüssigkeit solltest du nach der Messung nicht wieder in deinen Sud zurück führen.

Schritt 14: Hopfenseihen

Sauberes und reinliches Arbeiten ist von nun an Pflicht! Außerdem sollten alle Gegenstände abgekocht sein, die mit der Würze irgendwie in Kontakt kommen! Dazu zählen auch das Sieb und das Küchentuch. Positioniere den Gäreimer so, dass die heisse Würze aus dem Hahn des Einkochers in den Gäreimer laufen kann. Ggf. kann dazu erneut ein abgekochter Silikonschlauch sehr hilfreich sein. Auf dem Gäreimer positionierst du das Sieb mit dem Küchentuch. Das Küchentuch soll Rückstände des Hopfen und Eiweiß auffangen, damit es nicht den Weg ins Gärfass findet. Öffne langsam und vorsichtig den Hahn und lass die heisse Würze vollständig durch das abgekochte Küchentuch in den Gäreimer fliessen.

Schritt 15: Abkühlen

Verschliesse deinen Gäreimer mit dem Deckel, wenn die Würze vollständig im Gäreimer ist. Es sollten sich zwischen 18 und 22 Liter in deinem Gäreimer befinden. Wenn es wesentlich weniger  ist, ist deine Stammwürze wahrscheinlich höher, als die Zielstammwürze von 12-14 Plato. Du kannst die Würze mit abgekochtem Wasser und mehrmaligem Messen auf den Zielwert verdünnen.

Positioniere den Gäreimer an einem ruhigen, sauberen und dunklen Ort, der nach Möglichkeit eine konstante Temperatur von 19 bis 21 °C hat. An diesem Ort muss die Würze bis zur Hefegabe abkühlen. Am besten lässt du deinen Sud über Nacht bis zum nächsten Tag einfach stehen. Ebenso kannst du den Gäreimer in kaltem Wasser runterkühlen.

Schritt 16: Hefegabe

Öffne nun vorsichtig den Deckel deines Gäreimers und prüfe mit einem gereinigten und sauberen Thermometer die Temperatur der Würze. Die Temperatur sollte unterhalb von 25 °C liegen. Ansonsten muss die Würze noch weiter abkühlen. Erst wenn die Temperatur unter 25 Grad – idealweiser bei 18 bis 21 °C – liegt öffnest du vorsichtig und mit absolut sauberen Händen das Päckchen Hefe. Streue die Hefe vorsichtig und gleichmässig auf die Würze. Verteile die Hefe dabei über die Oberfläche, so dass keine Klümpchen entstehen können.

Hinweis: Es ist unbedingt erforderlich, dass du bei der Hefegabe die Worte „Gott gebe Glück und Segen drein“ sprichst. Ansonsten wird dein Bier nichts werden

Schritt 17: Aufziehen

Die Hefe muss nun an der Oberfläche der Würze 30 Minuten rehydrieren. In der Zwischenzeit kannst du eine Küchenkelle gründlich abkochen. Mit dieser Kelle ziehst du die Würze im Anschluss mehrmals auf. Dazu tauchst du mit der Kelle in die Würze und ziehst die Flüssigkeit vorsichtig nach oben, so dass die Flüssigkeit in Kontakt mit der Luft kommt. Diese Zufuhr von Sauerstoff bringt deine Gärung gut ans Laufen. Verschliesse den Gäreimer wieder und positioniere das Gärröhrchen darauf, falls dein Eimer so etwas hat. Ansonsten legst du den Deckel nur leicht auf.

Schritt 18: Gärstart

Sei nicht ungeduldig und schau nicht alle paar Stunden in den Gäreimer! Ein erster Blick nach 24 Stunden ist ausreichend. Wenn sich noch nichts getan hat, dann bleib ruhig und warte weitere 24 Stunden. Kontrolliere ggf. die Temperatur der Umgebung. Dein Gäreimer sollte im Idealfall im Bereich von 18 bis 21 °C stehen. Wenn es 1-2 °C mehr oder weniger sind, ist es auch nicht dramatisch.

Schritt 19: Kontrolle der Gärung

Schau von nun an maximal eimal am Tag in den Gäreimer. Es schadet auch nichts, wenn du nur alle zwei Tage die Gärung kontrollierst. Am Anfang wird sich nur ein leichter „Schaumschleier“ auf dem Bier bilden. Dieser Schaumschleier steigt innerhalb einiger Tage zu sogenannten Hochkräusen auf. Richtig dicker hoher Schaum auf dem Bier ist daher normal. Ebenso schnell wie die Hochkräusen sich gebildet haben, werden Sie auch wieder verschwinden.

Schritt 20: Messung des Restextrakts

Jede Gärung verläuft anders und einen genauen Marschplan für die Gärung gibt es nicht. Es ist allerdings vollkommen ausreichend, wenn du 4-5 Tage nach der Hefegabe zum ersten Mal eine Messung durchführst. Nutze dafür wieder dein Glas oder einen Spindelzylinder und die Spindel. Wichtig ist, dass du alles abkochst und reinigst, was mit dem Jungbier im Gäreimer in Berührung kommt. Lass die Probe etwas stehen, damit das CO2 entweichen kann, das sich bereits im Bier gebildet hat.

Schritt 21: Gärende

Das Ziel ist es, dass dein Bier vollständig ausgärt! Das kann nach der Hefegabe in 3 Tagen der Fall sein, oder erst in 12 Tagen. Deshalb ist es wichtig, dass du alle paar Tage eine kurze Messung mit der Spindel durchführst. Verändert sich der Wert aber zwischen 2 Messungen und 2-3 Tagen nicht mehr. Dann ist die Gärung abgeschlossen und du kannst dich mit dem Abfüllen beschäftigen.

Schritt 22: Umschlauchen

Pro Liter Jungbier in deinem Gäreimer löst du nun 8 Gramm Traubenzucker in einem Gefäss mit etwas kochendem Wasser auf. Positioniere deinen Gäreimer vorsichtig und sanft, so dass das Jungbier über den Hahn – bestenfalls mit Silikonschlauch – wieder in deinen Einkocher laufen kann. Bevor du das Jungbier in den Einkocher laufen lässt, legst du die Traubenzuckerlösung in den Einkocher vor. Erst dann lässt du das Jungbier auf die Zuckerlösung in den Einkocher laufen. Achte am Ende darauf, dass nicht zu viel Hefe den Weg aus dem Gäreimer in den Einkocher findet. Wenn das Jungbier komplett im Einkocher ist, kannst du mit einem abgekochten Kochlöffel ganz leicht die Flüssigkeit durchrühren.

Schritt 23: Abfüllen

Über den Hahn des Einkochers kannst du das Jungbier nun in deine Flaschen abfüllen. Die Flaschen müssen absolut sauber sein. Ebenso solltest du bei Bügelflaschen die Gummis abkochen. Spüle alle Flaschen vor dem Abfüllen gründlich mit heissem Wasser aus. Achte beim Abfüllen auf einen gleichmässigen Füllstand und nicht zu viel Freiraum im Flaschenhals. Arbeite sauber und sorgfältig und verschliesse die Flaschen gründlich mit dem Bügel.

Schritt 24: Nachgärung

Wenn dein Bier in den Flaschen ist, steht die Nachgärung an. Die Hefe in deinem Bier wird den Traubenzucker vergären und das nötige CO2 in der Flasche entsteht. Ebenso entsteht noch etwas Alkohol (ca. 0,5%). Stelle dein Bier (ggf. in Kisten) an einen ruhigen, dunklen Ort, der wie bei der Hauptgärung ca. 18 bis 21 °C hat. Es bietet sich an, die Flaschen zur Nachgärung an dem gleichen Ort abzustellen, wie bei der Hauptgärung. Unter diesen räumlichen Bedingungen lässt du dein Bier 10 Tage stehen.

Schritt 25: Reifung

Nach 10 Tagen Nachgärung bei Zimmertemperatur ist dein Bier an sich schon fertig. Es sollte nun aber – bestmöglich – noch einige Zeit bei 2-3 °C reifen. Dazu eignet sich natürlich am besten ein Kühlschrank. Lass deine Flaschen min. 2 Wochen aufrecht stehend im Kühlschrank reifen. Klar bist du sehr neugierig und es ist in Ordnung schön früher eine erste Flasche zu Testen, aber das Reifen tut deinem Bier gut und das Ergebnis wird auch besser. Nach der Reifung im Kühlschrank ist dein Bier wirklich fertig!

Na, hast du immer noch Lust auf das Bierbrauen? Ich ja, denn es macht Spaß und es ist ein großartiges Gefühl, sein eigenes Bier trinken zu können. Probiere es einfach mal aus.

Quelle: https://brauanleitung.com/brauanleitung/schritt-25-reifung/

LG Vicki

Wieso ist das denn so billig?

Wenn ich mit meinem Stand auf Veranstaltungen bin, liebe ich die Gespräche mit meinen Kunden. Einige Kunden fragen nach den Zutaten, der Herkunft und wer das denn überhaupt herstelle. Andere Kunden schauen sich die Produkte an und fragen dann, warum das denn alles so teuer ist. Meine Gegenfrage lautet dann meist, warum die andere Produkte im Supermarkt denn wohl so billig sein können.

Nehmen wir eine einfache Flasche Ketchup. Wie viele Tomaten sind da wohl drin? Tatsächlich halten sich die europäischen Hersteller an die eigenen Qualitätsanforderungen. Diese schreiben vor, dass mindestens 6% Tomatentrockensubstanz enthalten sein muss. Klingt ja nicht so berauschend. Aber immerhin. Nun überlegen wir mal kurz, wie viel ein Kilo Tomaten im Supermarkt kostet. Je nach Saison so um die 3€ sag ich jetzt mal. Hmmmm, wie kann man denn dann so eine Flasche für 1,99€ verkaufen? Wie viel Arbeit hat der Bauer? Was bekommt er wohl pro Kilo? Dann muss das Ketchup hergestellt werden. Man braucht noch weitere Zutaten, Maschinen, Arbeiter, Flaschen und dann will der Handel natürlich auch noch was abhaben. Wie kann das funktionieren.

Ähnlich ist es beim Kaffee. Aktuell kosten 500g gemahlener Kaffee nur 3,29€. Klar, den Verbraucher freut es. Aber wer verdient denn an diesem Endbetrag noch etwas? Der Kaffeebauer schon mal nicht. Fakt ist, dass viele Bauern – und damit meine ich nicht nur die Kaffeebauern – von ihrer Arbeit nicht mehr leben können. Über Wochen und Monate kümmern sie sich um die Aussaat, die Ernte, die Verarbeitung. Sie tragen eh schon das Risiko, ihre Ernten durch Unwetter, Trockenheit oder Schädlingsbefall zu verlieren. Bei einer guten Ernte, sinkt dann der Preis noch weiter in den Keller.

Nun kann man ja noch sagen, was interessiert mich das Elend der anderen? Die sind ja weit weg. Aber wie sieht es denn mit den „Verunreinigungen“ aus, die du dann zu dir nimmst. Da wir gerade beim Kaffee sind, habe ich hier einen wunderbaren Artikel für dich. Ähnliche Artikel findest du auch zum Ketchup und anderen Lebensmitteln.

Artikel: https://www.roastmarket.de/magazin/die-tricks-grosser-kaffeehersteller-verunreinigungen-in-kaffeepulver/

Natürlich müssen wir alle irgendwie auf´s Geld achten. Aber zu welchem Preis? Wenn ein Produkt extrem billig ist, dann sollten wir lieber fragen, warum das so billig sein kann und wer den wahren Preis dafür gezahlt hat.

LG von Vicki aus dem Manufakturenladen