Müllvermeidung im Manufakturenladen

Heute möchte ich mal einen Text in eigener Sache veröffentlichen. Der Manufakturenladen steht für Produkte mit einer hohen Qualität, Nachhaltigkeit und Achtsamkeit. Diese Standards möchte ich natürlich durchgängig einhalten. Das, was ich von meinen Machern erwarte, erwarte ich schließlich auch von mir. Wir möchte alle so wenig Verpackungsmüll wie möglich. Darum suche ich gezielt gute Produkte in vernünftigen Verpackungen und ihr bekommt eure Lieferungen weitestgehend in gebrauchten Kartons – in Zukunft mit noch weniger Plastik und Füllmaterial. Natürlich soll die Ware in einem perfekten Zustand bei euch ankommen. Ihr freut euch auf die Lieferung, das Auspacken und die neuen Produkte.

Aber braucht es für den ersten Eindruck tatsächlich einen neuen Karton mit dem Aufdruck „Manufakturenladen“? Geht es nicht um den Inhalt?

Diese Frage stelle ich mir oft. Schon mit den Auflagen der Verpackungsrichtlinie (Hier mal ein Text, was diese besagt: https://www.karlsruhe.ihk.de/innovation/umwelt/Abfall/neues-verpackungsgesetz/die-neue-eu-verpackungsrichtlinie/4325308), die seit diesem Jahr Gültigkeit hat, schaue ich nach ökologischen Verpackungsmaterialien. Ist es wirklich sinnvoll einen Umkarton an meine Farben anzupassen bzw. mit meinem Logo bedrucken zu lassen? Muss der Versandkarton wie ein Geschenkekarton aussehen?

Gestern entdeckte ich auf Facebook dann ein Konzept, in dem man – so wie ich auch bisher – mit bereits benutzten Kartons arbeitet. Damit sich der Kunde nicht wundert, hatte man einen Aufkleber mit einem entsprechenden Hinweis aufgebracht. Der Kunde sieht sofort, dass man aus Umweltgründen Kartons so lange benutzt, bis sie kaputt sind. Klasse – so mache ich das auch! Das war mein erster Gedanke. Dann habe ich darüber nachgedacht. Muss das sein? Ist das dann noch nachhaltig? Kann ich diesen Vermerk nicht auf der Rechnung aufdrucken oder einen Blog darüber schreiben?

Wie ihr seht, habe ich mich für den Blog entschieden und es wird ein paar Postings dazu geben. Zum einen kosten die Aufkleber Geld und es wird Papier bedruckt, was dann auch nicht sonderlich umweltschonend ist und dann frage ich mich, ob ihr euch den Karton so genau anschaut und nicht einfach die Ware auspackt und den Karton entsorgt.

Also, was haltet ihr davon? Was ist euch beim Versand der Ware wirklich wichtig?

Hier meine Ansichten für den Manufakturenladen:

Eure Bestellung wird schnellstmöglich, in einem gebrauchten Karton und nach Möglichkeit ohne Plastik verpackt.

Ich werde in Zukunft ausschließlich Waren anbieten, die vom Umtausch ausgeschlossen sind. Das sind gerade bei Lebensmitteln eh gesetzliche Vorgaben. Somit entfällt automatisch die Möglichkeit der Rücksendung. Wenn die Ware einmal defekt bei euch ankommt, finden wir natürlich eine Lösung. Wir müssen nur miteinander kommunizieren.

Der Versand erfolgt ausschließlich über DHL, weil ich hier die Besten Erfahrungen mache und die Deutsche Post auf Nachhaltigkeit achtet. (https://www.deutschepost.de/de/n/nachhaltigkeit.html)

Kartons nutze ich so lange wie möglich. Trotzdem achte ich natürlich darauf, dass die Ware ordnungsgemäß verpackt wird und in einem perfekten Zustand bei euch ankommt.

Eure Vicki aus dem Manufakturenladen

Lüttje Seep – die Seifenmanufaktur

Bianca Burlage betreibt in Friesoythe im Landkreis Cloppenburg eine wunderbare Seifenmanufaktur. Auf ihrem Hof wird produziert und verkauft. Ein Besuch, der sich lohnt!

Alle Produkte werden in Handarbeit hergestellt. Dazu gehören auch die Entwicklung der Rezepte sowie die Verpackungen. Da Sie zu den wenigen Seifensiederinnen gehört, die nach der europäischen Kosmetikverordnung arbeitet und sich and ie Grundsätze der „guten Herstellungspraxis“ (Good Manufacturing Practic, GMP) orientiert, hat sie den Sprung in den Manufakturenladen geschafft.

Die Pflegeprodukte sind selbstverständlich ohne Konservierungsstoffe, ohne Mineralöle, ohne tierische Fette, ohne Silikone und ohne Glykole. Zum Färben der Seifen verwende Frau Burlage Tonerden, pflanzliche Farbstoffe und Kosmetikfarbpigmente, die in der Naturkosmetik erlaubt sind. 

Die Inhaltsstoffe werden nach INCI entsprechend der europäischen Kosmetikverordnung deklariert. Das Unternehmen ist bei der CVUA registriert und die erforderlichen Sicherheitsbewertungen liegen vor. Alle Rezepte liegen bei der Cosmetic Products Notification Portal (CPNP) vor und das Veterinäramt Cloppenburg überwacht den Betrieb regelmäßig.

Trotzdem habe ich für den Manufakturenladen vorerst eine kleine Auswahl an Deocremes und festem Shampoo bzw. der passenden Spülung aufgenommen. Das liegt daran, dass ich die Produkte hauptsächlich im Versand vertreibe. Würden Sie nun Tee, Gewürze und ein Stück Seife bestellen, ist damit zu rechnen, dass der Duft der Seife auf den Tee und die Gewürze übergehen. Das entspricht nicht unseren Qualitätsansprüchen.

Falls Sie gern mehr über „Lüttje Seep“ wissen möchten, schauen Sie sich gern den Online Shop an oder besuchen Sie Frau Burlage persönlich.

Viel vergnügen wünscht Vicki Janssen aus dem Manufakturenladen

Moa Graven – Krimiautorin

Moa Graven kannte ich durch unser Netzwerk und ihre Krimis. Als ich sie d in ihrem Krimihaus in Rhauderfehn – eine Abend vor Halloween – besuchen durfte, war es eine besondere Ehre für mich.

Moa ist beeindruckend! Ihre Krimis sind spannend. Sie handeln hier in Ostfriesland. Man kennt die Orte, die Namen der Beteiligten sind vertraut und trotzdem sagt sie selbst :
„Die Handlung und Figuren meiner Krimis sind frei erfunden. Wer sich trotzdem wiedererkennt, sollte sein Leben überdenken.“

Jochen Guntram war der erste Ermittler 2013 in ihrem Krimi. Schnell folgten Eva Sturm, Jan Krömer und viele mehr. Moa schreibt in einem Tempo, das mich sehr fasziniert. Trotzdem ist jedes Buch einzigartig, voller Spannung und absolut lesenswert.

Wer Moa Graven persönlich kennenlernen möchte, sollte unbedingt eine ihrer Lesungen besuchen oder mal im Krimihaus vorbei schauen. Es wird ein unvergesslich schönes Erlebnis sein, das darf ich so sagen.

Eine ganz kleine Auswahl ihrer Bücher habe ich im Manufakturenladen. Auf Moas Homepage finden Sie alle Bücher in gebundener Ausgabe aber auch als eBooks.

Nun wünsche ich Ihnen eine schöne „schaurige“ Lesezeit mit den Ostfrieslandkrimis von Moa Graven.

Herzliche Grüße aus dem Manufakturenladen

Ihre Vicki Janssen

Schmuck von pikkubella nicht nur zum Muttertag!

Am 12. Mai 2019 ist wieder Muttertag. Viele möchten an diesem Tag einfach mal Danke sagen. Für meinen Geschmack sollte man das zwar öfter mal machen aber gut, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Was ich euch aber heute ans Herz legen möchte, ist der Schmuck von Tanja Götten. Mit ihrem Schmucklabel „pikkubella„.

Der Name des Labels ist Programm. „Pikku“ ist finnisch und bedeutet „klein“. Das Wort „bella“ kennt wohl jeder von uns, denn in verschiedenen Teilen der Welt steht dieses Wort für alles Schöne.

„pikkubella“ steht für qualitativ hochwertigen, handgearbeiteten natürlichen Schmuck mit individuellem Design. Bereits seit 2016 werden die pikkubella-Schmuckstücke von der Designerin Tanja Götten in liebevoller Handarbeit als Unikate oder in Kleinstserien gefertigt. Holz ist ihr Lieblingsmaterial, weil es ein lebender Werkstoff mit einer Seele ist. Auf ausgewählten Kunsthandwerkermärkten präsentiert die Designerin ihre Kollektionen gern selbst. Dabei ist ihr der Kontakt zu den Menschen besonders wichtig. Darum freue ich mich ganz besonders, dass ich Ihnen nun diese wunderbaren Schmuckstücke im Manufakturenladen präsentieren darf. Hier finden Sie eine kleine Auswahl. Ihr Schmuck wird grundsätzlich in einer schwarzen und sehr stabilen Geschenkverpackung geliefert. Der Schmuck ist sehr leicht, für Allergiker geeignet und ein Geschenk, dass es nicht an jeder Ecke zu kaufen gibt. Das Holz kommt übrigens zum größten Teil aus dem Garten in Aurich.

Nun wünsche ich Ihnen einen wunderschönen Tag!

Ihre Vicki Janssen aus dem Manufakturenladen

Hof Bockhop – ein Holunderhof mit ganz tiefen Wurzeln

Der Hof Bockhop liegt zwischen Bremen und Hannover. Zum ersten Mal wurde er um 1350 erwähnt.  Laut Überlieferung hieß er „dat dykhus to Growe“, was übersetzt „Das Teichhaus zu Graue“ bedeutet. Um 1800 ging der Halbmeierhof an die Familie Bockhop über und befindet sich nun in der 9. Generation. Der Holunder kam aber erst 2013 auf dem Hof an. Seit dem wird der Holunder angebaut, gehegt und gepflegt. Die Blüten und Beeren werden zu Frauchtaufstrichen, Gelees, Saft, Sirup und Likör verarbeitet. Alle anderen Früchte, die zusätzlich verarbeitet werden, kommen von den Bauern aus der Region.

Bereits 2014 wurde Frau Bockhop mit dem Wildrosenblütensirup zum „Kulinarischen Botschafter Niedersachsens“.  Der Anfang ward gemacht. 2015 legte Sie mit dem Holunderlikör nach und wurde wieder als „Kulinarischer Botschafter Niedersachsens“ ausgezeichnet. 2018 kam dann das Holunderbeeren-Gelee und der Holundersaft. Die viele Handarbeit zahlt sich aus. Sie hat es wieder geschafft.

In der Tat ist alles auf dem Hof traditionelle Handarbeit. Vom Beschnitt der Büsche, Ernte und das Verlesen der Beeren. Das schmeckt man. Ich selbst koche seit Jahren meinen Saft und Gelee selber. Es ist wahnsinnig viel Arbeit und die Küche ist ein kleines Schlachtfeld nach dem Abstrubbeln der Beeren. Wer sich das ersparen möchte, kann beherzt bei den Produkten von Hof Bockhop zugreifen.

Im Shop haben wir eine kleine Auswahl. Überzeugt euch selbst.

Eure Vicki aus dem Manufakturenladen

Fleur de sel – das weiße Gold aus der Guérande

Manchmal ist es wirklich spannend, wie man Menschen kennenlernt. Die neuen Medien sind ein wahrer Segen, was das angeht. Denn auf Instagram entdeckten wir uns fast zeitgleich. Erst verfolgte man den ein oder anderen Post, ließ mal ein Like da und dann bekam ich einen Anruf von Marcel. Er arbeitet bei SEL LA VIE. Das ist eine sehr interessante Salzmanufaktur aus Krefeld. Sofort waren wir in einem super interessanten Telefonat und ich bekam ein paar Kostproben.

Was soll ich sagen? Das ist nicht einfach nur Salz! Es ist der Oberhammer. Es zergeht auf der Zunge, ist super lecker, wird in ganz vielen einzelnen Schritten gewonnen und die Geschichte dahinter hat mich überzeugt. DIESES SALZ MUSS IN DEN MANUFAKTURENLADEN.

Doch erst ein paar Worte zum Gründer und Inhaber Moritz Lübbers. Eine Freundin fragte ihn, ob er nicht mal gern als Salzbauer in Guérande in Frankreich arbeiten möchte. „Warum nicht?“ dachte er sich und fuhr mit seinem kleinen Sprinter in die geschichtsträchtige Region in der Bretagne. Direkt am Atlantischen Ozean war er schnell fasziniert von dem Handwerk und der Lebenskultur der Salzbauern. Somit beschloss er am Ende der Saison, sich seinen Lohn in Salz auszahlen zu lassen. Mit einem vollgepackten Sprinter kam er zurück nach Krefeld und gründete die Salzmanufaktur „SEL LA VIE“.

Neben Moritz arbeiten noch Marcel Wendel und Pia Scholz in der Salzmanufaktur. Moritz ist der strukturierte Kopf des Unternehmens und kümmert sich um die betriebswirtschaftlichen Dinge. Pia ist der kreative Kopf des Unternehmens. Sie kümmert sich um das Social Media, die Fotografie und den Marktstand.

Doch welche Produkte gibt es nun konkret? Neben dem Fleur de Sel gibt es verschiedenen Abwandlungen. Mein persönlicher Favorit ist das Rauchsalz. Es ist meine Geheimwaffe, wenn man gesundem Essen eine besondere Note geben möchte. Aber auch die Bonbons und Kräutersalze sind von hervorragender Qualität und ein Hochgenuss. Im Shop haben wir eine kleine Auswahl für euch bereitgestellt. Nutzt die hochwertigen Feinkostsalze für euer BBQ, Salate und in eurer Gourmetküche. Ihr werdet begeistert sein.

Mehr über die Salzmanufaktur erfahrt ihr unter https://sellavie.eu/

Eure Vicki aus dem Manufakturenladen

Kein Kaffee für jedermann!

Ich kann mich gar nicht mehr so ganz erinnern aber ich meine im Dezember 2018 entdeckte ich auf Facebook einen Post von „Berserker Coffee“. Früher oder später soll man sich ja outen – jetzt ist es so weit – mein Name verrät es ja auch schon – ich mag alles, was mit den Wikingern zu tun hat. Die Geschichte, die Filme, die Musik – einfach alles ist für mich faszinierend. Wenn es also einen Wikinger-Kaffee geben soll, dann muss ich den haben. Zumal ich eh so eine Kaffeetante bin.

Recht schnell wurde ich dann Mitglied in der Sippe und durfte den Kaffee bereits vor Markteinführung mit verkosten. Es sollte ja der stärkste Kaffee Europas werden. Gut, das kann ich ab. Mein Kaffeekonsum wird eh von dem ein oder anderen als kritisch bezeichnet und somit fühlte ich mich sicher. Gleich vorweg – trinkt ihn nicht nach 16 Uhr. Es sei denn, ihr habt Nachtschicht.

Geliefert wird grundsätzlich die ganze Bohne. Also Kaffeemühle raus und mahlen. Die Bohnen sind so trocken von der sanften Röstung, dass sie richtig schön knacken. Der Duft ist einfach umwerfend. Dann ab in die Filtermaschine und warten. Das Aroma strömt durch die ganze Bude und der erste Schluck ist der Oberhammer. Die Farbe ist perfekt, das Aroma voll da und man merkt dann doch recht schnell das Koffein. Inzwischen ist das im Labor bestätigt. Haltet euch fest! 237mg Koffein auf nur 100ml Kaffee. Nur zum Vergleich. 100ml des Berserker Kaffees haben also 8x so viel Koffein wie die maximal zulässige Koffeindosis eines Energydrinks! Aus dem Ziel, den stärksten Kaffee Europas zu kreieren, schaffte das Team also tatsächlich den stärksten Kaffee der Welt zu produzieren. Respekt!

Was soll ich euch nun lange über den Geschmack und die Wirkung erzählen. Geht in den Manufakturenladen, klickt auf den Shop – Untermenü „Berserker Coffee“ und bestellt euch eine Tüte. Überzeugt euch selbst.

Mehr über das Team hinter dem Kaffee erfahrt ihr hier:

Nun wünsche ich euch Mut, diesen Trank zu probieren!

LG Vicki

Künstler und Auftragsarbeiten? Wie geht das denn?

Es gibt Ereignisse im Leben, da möchte man mit einem ganz besonderen Geschenk, seine Freude ausdrücken. Dazu zähle ich persönlich eine Hochzeit, die Geburt eines Kindes, den Abschluss eines Studiums oder der Meisterschule, die Gründung eines Unternehmens oder ein runder Geburtstag. Anlässe gibt es wahrlich genug.

Um hier wirklich etwas einmaliges schenken zu können, kann man bei den Künstlern auf meiner Seite sogenannte Auftragsarbeiten beauftragen.

In meinem Shop findet ihr Beispiele von den Arbeiten des jeweiligen Künstlers. Unter der Seite „Unsere Hersteller“ könnt ihr das Profil und die Kontaktdaten nachlesen und Kontakt aufnehmen. Keine Scheu! Alle Künstler freuen sich auf ein Gespräch mit euch. Sie möchten gern erfahren, für wen das Bild sein soll, was den Menschen ausmacht, zu welchem Anlass das Kunstwerk gefertigt werden soll. Die Einstiegspreise sind jeweils im Profil mit angegeben. So habt ihr eine grobe Richtung. Alles andere klärt ihr dann mit dem Künstler persönlich. Hier möchten wir vom Manufakturenladen nur eine Brücke bauen.

Ich hatte persönlich das große Glück das ein oder andere Bild kurz vor der Auslieferung bestaunen zu dürfen. Ein Gemälde eines geliebten Menschen, ein Foto künstlerisch aufgearbeitet, eine Urkunde mit 3 ganz besonderen Eigenschaften des Kunden aufgewertet – alles ist möglich. Und eins ist ganz gewiss. So ein Geschenk bekommt einen Ehrenplatz und ist ein Zeichen besonderer Wertschätzung.

Bitte bedenkt jedoch, dass hier eine gewisse Vorlaufzeit notwendig ist. Ein Bild ist nicht in 2 Wochen fertig. Vorher finden Gespräche statt, Details müssen geklärt werden und dann muss dieses Kunstwerk entstehen. Sucht also bitte frühestmöglich das Gespräch, damit ihr dieses ganz Besondere Geschenk pünktlich überreichen könnt.

LG aus dem Manufakturenladen sendet euch Vicki

Bienenrettung leicht gemacht – #beegood!

Kannst du dich noch an die Vielfalt der Käfer, Würmer, Schmetterlinge und all den anderen Insektenarten aus deiner Kindheit erinnern? Was war das für ein buntes Gewimmel. Ich bin ja nun schon paar Jahre länger auf dieser Erde und von Jahr zu Jahr muss ich feststellen, dass ich weniger Schmetterlinge und andere Insekten sehe. Inzwischen habe ich mich etwas näher mit dem Thema beschäftigt. Darum muss ich was tun. Wir kennen ihn alle, den berühmten Spruch:

„Sterben die Bienen aus, bleiben dem Menschen noch 4 Jahre!“

Das macht mir Angst. Da bin ich ehrlich. Zumal mir immer bewusster wird, dass wir auf alle Insekten angewiesen sind. Es ist ein Kreislauf und wir Menschen schaffen es tatsächlich soweit in die Natur einzugreifen, dass wir diesen Kreislauf zerstören. Und nein, es sind nicht nur die anderen Schuld. Die Industrie, die Politik, die Bauern – nein, es ist jeder einzelne von uns. Wie viele Flächen haben wir gepflastert, damit wir schöne Wege haben? Wer hat noch einen Garten mit Obst, Gemüse, Kräutern und einer wilden Ecke für die Insekten? Wer setzt in seinen Balkonkasten Wildblumen und Kräuter statt der super schönen Geranien? Jeder von uns ist aufgerufen, etwas zu ändern.

Um meinen Beitrag zu leisten, habe ich mir eine ganz besondere Seedball-Manufaktur gesucht. Dort beziehe ich fertige Seedballs aber auch Sets zum Selbermachen. Diese setze ich in meine Blumenkästen, verschenke sie an gute Freunde und verkaufe sie im Manufakturenladen. Doch was sind Seedballs überhaupt?

Ein Seedball besteht aus vielfältigem Saatgut, einem schützenden Lehmanteil und natürlichem Dünger. Das Saatgut besteht aus keinerlei Hybridsaatgut. Das heißt, es bilden sich neue Samen, die ausfallen und bei guten Bedingungen im nächsten Jahr wieder von ganz alleine erblühen. Die Seedballs werden in der Gärtnerei der Lebenshilfe e.V. produziert. Das ist mir sehr wichtig. Durch den Lehmanteil werden die Samen super vor Vögeln geschützt und der Wind kann die Samen nicht wegpusten bzw. das Wasser die Samen nicht wegspülen. Alles bleibt also da, wo Sie es hinsetzen.

Doch was ist der ideale Standort für meinen Seedball?

Finden Sie ein sonniges Plätzchen mit einem kargen Boden. Gern können Sie den Seedball vorab in Wasser tauchen oder etwas durchnässen, dann keimt er schneller. Dann die Samenkugel bis zur Hälfte in die Erde stecken, gut wässern und dann ein blühendes Wunder erleben. Erfunden hat das Ganze der Japaner Masanobu Fukuoka, der Begründer der „natürlichen Landwirtschaft“ oder auch der „Nichts-Tun-Landwirtschaft“. Er schaffte es, besonders trockene Landstrichte mit Seedballs zu kultivieren. Diese geniale Erfindung wurde dann von den Guerilla-Gärtnern in den 70er Jahren aufgegriffen. Um triste und unerreichbare Ecken New Yorks nach ihren Vorstellungen zu gestalten, warfen sie die „Seed grenades“ oder auch „Seedbombs“ durch die Gegend.

Aber heute wollen wir verantwortungsvoller mit dem Naturschutz umgehen!

Seedballs sind für den Einsatz im urbanen Raum gedacht. Bitte werfen Sie die Samenkugeln nicht in der freien Wildbahn umher. Im Wald, in Naturschutzgebieten und auf landwirtschaftlich genutzten Flächen haben sie nichts zu suchen. Dort sollen nur Pflanzen wachsen, die für den Standort typisch sind. Pflanzen Sie die Seedbombs bitte nur auf Ihrem privaten Grundstück, in Blumenkübeln und Töpfen. Wenn Sie in Ihrer Stadt eine Fläche verschönern möchten, dann holen Sie sich bitte vorab die Erlaubnis der Gemeinde- oder Stadtverwaltung. Sicher wird man hier Ihr Engagement zu schätzen wissen und Sie unterstützen.

Nun würde ich mich freuen, wenn Sie ein paar Seedballs in meinem Shop kaufen und für blühende Flächen sorgen. Unsere Insekten – und ganz besonders die Bienen – brauchen unsere Unterstützung.

Vielen Dank!

Ihre Vicki aus dem Manufakturenladen

Seedballs

Wie sammelt man denn Glück im Glas?

Durch meine liebe Christina Winter von Designerseits bin ich auf eine wunderbare Idee gestoßen. Diese habe ich dann auf der Frauenzimmer-Messe in Leer ganz vielen Kunden vorgestellt und die Reaktionen waren grandios. Darum möchte ich euch heute erzählen, was es mit dem „Glück im Glas“ auf sich hat.

Durch viele Coachings habe ich gelernt, dass positives Denken mein Leben gewaltig beeinflussen kann. Leider musste ich aber auch lernen, dass wir für jeden positiven Gedanken neun negative Gedanken präsentiert bekommen. Vor allem bei uns Frauen funktioniert das wunderbar. Kleines Beispiel: Ich schaue in den Spiegel und finde mich richtig hübsch. Super, so könnte man das ja auch mal stehen lassen. Aber nein! Jetzt schaue ich genauer hin: Schon wieder mehr graue Haare, sind die Falten noch tiefer geworden? Wie sehen denn meine Hüften in dem Kleid aus und überhaupt ….? Ihr kennt das sicher?! Dann kommt der Frust und wir fangen an zu essen oder gehen shoppen. Bei mir war es sehr lange das Shoppen. Egal ob neue Deko oder eine neue Hose, eine Tasche oder Schmuck. Selbst wenn ich mir einen lang ersehnten Wunsch erfüllt hatte. Das Glücksgefühl hielt nicht lange an. Schneller als mir lieb war, wolle ich etwas anderes haben. Und so entstand mein Massenkonsum. Die Schränke oder man könnte auch sagen – das Haus – war vollgestopft mit allem möglichen Kram. Nur glücklich und zufrieden war ich nicht. Als ich dann vor über einem Jahr umziehen musste, kam das böse Erwachen. Es war unglaublich, was sich über die Jahre in den Schränken, auf dem Dachboden und in der Garage angesammelt hatte. Wenn man die Berge an unnützen Sachen sah und dann mal grob überschlagen hatte, was da für Geld bei drauf gegangen ist, wurde mir schlecht. Das wollte ich nicht mehr. Es war weder gut für mich noch für die Umwelt. Denn alles musste ja aus bestimmten Rohstoffen produziert werden, es musst in die Geschäfte transportiert werden und dann hab ich es gefunden, bezahlt und in die Ecke gestellt. Verantwortungsloser konnte ich nicht sein. Klar habe ich an den Sachen auch Freude gehabt und zumindest das meiste davon benutzt. Aber sind wir ehrlich. Mit der Hälfte davon hätte ich auch überlebt!

Also sammle ich jetzt keine Gegenstände und Klamotten mehr sondern mein Glück. Seit über einem Jahr führe ich mein Glückstagebuch. Dort notiere ich alles, was mich an dem Tag glücklich gemacht hat. Genau so funktioniert das mit dem Glück im Glas. Ich notiere auf dem Zettel das Datum und was an dem Tag besonders gut war. Sei es der wunderschöne Mond, die aufgehende Sonne, ein langer Spaziergang, ein Kompliment, ein lustiges Gespräch ….. Egal, es passiert so viel Gutes jeden Tag. Wir vergessen es nur immer wieder. Leider bleiben die Sachen hängen, die nicht funktioniert haben, wo wir uns drüber geärgert haben. Ich gebe zu, man muss es üben. Aber ganz schnell ändert sich etwas. Erst ist es noch anstrengend, sich an die positiven Dinge zu erinnern. Aber von Tag zu Tag wird es besser und an manchen Tagen reicht der kleine Zettel gar nicht mehr. Habe ich dann mal einen Tag, zu dem mir nichts Positives einfällt, lese ich einfach ein paar Zettel aus dem Glas. Schon geht es mir besser und ich erinnere mich bzw. werde wieder aufmerksamer. An Silvester oder am Neujahrstag leere ich dann das ganze Glas und lese mir die Zettel noch einmal durch. Dann wird mir wieder bewusst, wie glücklich ich doch bin und was für ein positives Jahr ich hatte.

Somit ändere ich also nicht nur meine Lebenseinstellung und meine Aufmerksamkeit sondern auch mein Kaufverhalten. Ich habe nicht mehr den Drang, jeden Kram kaufen zu müssen. Ich brauche diese Frustkäufe nicht mehr. Positiver Nebeneffekt: Meine Wohnung bleibt schön aufgeräumt, mein Schrank ist übersichtlich und ich habe genug Geld für wirklich wichtige Produkte, die dann einen besonderen Wert für mich haben und die ich tatsächlich zu schätzen weiß. Somit kaufe ich bewusst gute Produkte, die mir und meiner Umwelt gut tun. Die nachhaltig produziert werden und  wo niemand leiden muss, damit ich sie haben kann.

Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr es einfach mal probiert. Vielleicht verblüfft euch diese einfache Idee genau so sehr wie mich.

In diesem Sinne – LG aus dem Manufakturenladen von Eurer Vicki Janssen

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